Diana Päpcke

Diana Päpcke

über Gott staunen

weitere Beiträge...
zum Steckbrief...
Kontakt...

Wie es anfing ...

Hinfliegen oder nicht?

שלום,
ich bin nun seit Ende Juli 2014 in Jerusalem. Der Anfang meines Studienjahres war sehr durch den Gaza-Krieg geprägt. Seit Ende Juni beschoss die Hamas Israel mit Raketen aus dem Gaza-Streifen. Israel verübte Luftanschläge und startete dann ab Juli eine Bodenoffensive. Ich war im Juli somit sehr verunsichert, ob dies nun wirklich ein guter Zeitpunkt ist, um ein Studienprogramm im Nahen Osten zu beginnen. Je mehr ich aber den Eindruck hatte, dass das Programm vielleicht in diesem Jahr wegen des Krieges abgesagt werden muss, desto deutlicher wurde mir, dass ich sehr motiviert bin, ein Jahr in Jerusalem zu studieren. Ich wäre sehr traurig gewesen, wenn ich diesen Traum nicht hätte verwirklichen können. Seit der unbefristeten Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel ist es in Jerusalem aber merklich ruhiger geworden, dennoch merkt man auch im Alltag, dass der Konflikt nach wie vor präsent ist.


Intensivsprachkurs

Das Studienprogramm begann Anfang August mit dem Intensivsprachkurs. Je besser man vorher im Selbststudium Ivrit (Modernes Hebräisch) gelernt hatte, desto geringer fiel der Schock aus, dass im Intensivsprachkurs „Rama Gimel“ (fortgeschrittenes Niveau) im muttersprachlichen Tempo gesprochen wurde. Dieser siebenwöchige Sprachkurs war für mich eine große Herausforderung: Jeden Tag mindestens sechs Stunden Unterricht, dazu Hausaufgaben und Vorbereitung auf die Tests, sodass auch Nachmittag und Abend gut gefüllt waren.


Studieren mit Aussicht…

Während des Sprachkurses konnte ich meinen Pausenkaffee auf der Sonnenterrasse der Uni trinken, und so wurde mir immer wieder vor Augen geführt, wie schön das Studieren an der Hebräischen Universität in Jerusalem doch sein kann. So hörten meine KommilitonInnen oft Sätze von mir wie: „Wenn dieser anstrengende Sprachkurs erst zu Ende ist, dann…“, aber auch „Oh, guckt mal wie schön die Sonne in der goldenen Kuppel des Felsendoms glitzert…“.


Studienprogramm

Während des Sprachkurses haben wir als Studiengruppe schon eine Einführung in das jüdische Gebetsbuch (Siddur) bekommen und hatten ein Blockseminar mit Prof. Ehmann aus Heidelberg zum Thema „Luther und die Juden“. Das Blockseminar fand in den Räumlichkeiten der Erlöserkirche, der deutschsprachigen Kirchengemeinde in Jerusalem, statt. In der Gemeinde singe ich seit September auch im Chor mit und nehme dort manchmal das kulturelle Angebot wahr. :-) Es gibt Konzerte, Filmabende, Diskussionsrunden zu Politik, Kultur und anderes mehr…


Pläne für das Semester

Meinen Stundenplan für das nächste Semester habe ich schon zusammengestellt. Ich hoffe, dass ich mich in den Veranstaltungen auf Ivrit einigermaßen zurecht finden kann. So bin ich voller Vorfreude auf das kommende Semester, das Ende Oktober beginnt.


WG in Jerusalem

Ich bin jetzt gerade in eine neue WG umgezogen, da ich zu Anfang nur zur Untermiete gewohnt habe. Ich habe dort in einer WG mit einer israelischen Mitbewohnerin gelebt, mit der ich mich sehr gut verstanden habe. Die neue WG teile ich mir mit zwei Israelis, mit denen ich mich aber schon vorher während einiger nächtlicher Sabbatessensabende angefreundet habe.

להתראות, דיאנה


« zurück