Diana Päpcke

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über Gott staunen

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Studierendenkonvent in Ludwigslust

Studierendenkonvent in Ludwigslust

Studierendenkonvent, 15. Dez 2016 | "Stadt, Land, Meer - Vielfalt der Nordkirche"
Im November 2016 traf sich der Studierendenkonvent der Nordkirche. Hier kommt ein Einblick in das volle, vielfältige Wochenende.

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Vom Schwarzen Meer in die Unibibliothek

Vom Schwarzen Meer in die Unibibliothek

Moritz Gräper, 21. Sept 2012 | Viele alpträumen von der Zeit vor und im Examen. Moritz Gräper ist gerade mittendrin. Er erzählt, wie es ist, hinter Bergen von Büchern die Tage zu verbringen, und wie er es trotzdem schafft, Zeit für Fußball-Zocken und ein Glas Wein mit Freunden zu haben.

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Studierendenkonvent im Norden

Studierendenkonvent im Norden: „Das Schloss Ludiwigslust“

Anne Plagens | In der Mecklenburgischen Landeskirche gab es alljährlich ein Treffen aller Theologiestudierenden, also des Konvents. Das Wochenende in Ludwigslust habe ich immer als bestärkend und in vielerlei Hinsicht als sehr hilfreich empfunden

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Das zweite Semester

... in Jerusalem.

Ich bin inzwischen schon in meinem zweiten Semester an der Hebräischen Universität . Im ersten Semester hatte ich ja einen weiteren Hebräischsprachkurs (10 SWS), einen Talmudkurs, (4 SWS), einen Talmudrepetitorium (4 SWS), und ein politikwissenschaftliches Seminar (4 SWS) zum Thema „Israel – politics and society“. Allerdings habe ich nach Weihnachten den Hebräischkurs aufgegeben und stattdessen Januar einen „Spoken Arabic“- Intensivkurs bei einem Professor von der Universität Bethlehem besucht.

Banksy Graffiti in Bethlehem

Wahrnehmungsimpuls

Anfang Februar hatten wir ein praktisch-theologisches Hauptseminar bei Prof. Dr. Alexander Deeg. Er hat das Studienprogramm „Studium in Israel“ während seines Theologiestudiums selbst absolviert und wurde für unser Blockseminar aus Leipzig eingeflogen. Es ging in diesem praktisch-theologischen Hauptseminar um christliche Suchbewegungen im Angesicht des Judentums. Das Seminar war eine gute Möglichkeit, die Erfahrungen im Land zu reflektieren und einzuordnen. Zudem bekamen wir neue Wahrnehmungshilfen an die Hand im Hinblick auf den jüdisch-christlichen Dialog für das zweite Semester.


Mal abgesehen vom Studieren…

Die Semesterferien waren dann sehr reich mit ganz Anderem gefüllt! Ich habe Besuch bekommen von Familie und Freunden. Wir sind nach Eilat ganz im Süden am Roten Meer, ans Tote Meer, nach Bethlehem, Galiläa, Nazareth, Tiberias, Haifa und Akko und an der Mittelmeerküste entlang nach Tel Aviv gereist. Der Besuch im Hammam in Ramallah war auch eines der Besuchshighlights. Besonders eindrücklich war der Regen aus allen Wolken in der Wüste Negev.

See Genezareth am Tag und am Abend

Nicht nur Hebräisch, auch Arabisch!

Im zweiten Semester besuche ich jetzt an der Hebräischen Universität weitere „Colloquial Arabic“-Kurse, da ich in diesem Semester mein gesprochenes Arabisch weiter verbessern möchte. Zusätzlich absolviere ich ein privates Arabischtutorium an der Universität in Bethlehem. So fahre ich nun einmal die Woche nach Bethlehem und passiere den Checkpoint der Mauer, die das Westjordanland vom israelischen Staatsgebiet trennt. So versuche ich immer wieder einen umfassenden Eindruck von einem Land zu bekommen, in dem Welten aufeinander prallen, die sich eigentlich nie begegnen.

In Nazareth auf dem Markt

Von der Freiheit des Studierens

Mein Hebräisch ist mittlerweile recht passabel, sodass ich im Alltag nicht mehr auf Englisch zurückgreife. Ich habe einige Sprachtandempartner_innen (sie lernen Deutsch und ich lerne Hebräisch), mit denen ich mich wöchentlich zum Kaffee treffe. So pflege ich meine Hebräischkenntnisse auf nette Art und Weise. Neuerdings habe ich israelische Serien sehr für mich entdeckt - allerdings finde ich dafür nur selten Zeit.
Ansonsten belege ich noch einen Kurs im Department für Journalismus und Kommunikation an der Hebräischen Universität mit dem Titel „Gender, Media and International Intervention“.
Diese Freiheit, ganz individuelle Schwerpunkte in der Stundenplangestaltung setzen zu können, schätze ich an dem Studienprogramm sehr.


Im Mai werden wir mit der Studiengruppe von Studium in Israel e.V. für ein paar Tage nach Jordanien fahren. Außerdem stehen für das kommende Semester noch zwei Studientage an.

Blick über Jerusalem

Ende in Sicht

Jetzt wo mein Studienjahr hier in die letzte Runde geht, merke ich erst wirklich, wie traurig ich werde, dass dieser Lebensabschnitt so bald schon wieder enden wird. Ein Jahr ohne Scheindruck zu studieren und sich nur dem zu widmen, was wirklich faszinierend scheint. Das bietet mir die Möglichkeit, in persönlicher und wissenschaftlicher Ausrichtung noch einmal nach dem Grundstudium inne zu halten und mich neu positionieren zu können. Ich werde mir mehr bewusst, welche theologischen Veränderungen oder Herausforderungen es für mich während meines Studiums in Deutschland und hier gibt. Dieses Land und insbesondere die Stadt Jerusalem sind jeden Tag wieder unglaublich faszinierend und herausfordernd. Ich gehe z.B. häufig am Sonntag in die deutsche Gemeinde (Erlöserkirche) zum Gottesdienst und laufe danach durch das muslimische Viertel der Altstadt mit seinem großen Basar.


Dann steige ich am Damaskustor in den arabischen Bus, der mich in 15 Minuten zum Mount Scopus bringt, auf dem die Uni liegt, in der ich anschließend zum Talmudkurs oder zum Politikseminar gehen kann. Allein an meinem täglichen Uniweg kann ich mich kaum satt sehen. In der letzten Woche fand mein Arabisch-mid term exam statt. Dafür habe ich die Vokabeln auf der Sonnenterasse der Uni gelernt. Von dieser Terrasse aus kann man auf den Ölberg und ganz Jerusalem und fast bis Bethlehem schauen. Es gibt viele Orte, an denen man studieren kann, die politisch weniger spannungsgeladen sind und weniger herausfordernd und anstrengend den Alltag beschweren, aber es gibt wenige Orte auf der Welt, die mich so in den Bann gezogen und inspiriert haben wie Jerusalem.


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