Jan-Berend Klein

Das dickste Kapitel meiner Zeit in Rom war die Kirche und meine Erlebnisse in und mit ihr - mal faszinierend, mal befremdlich.

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Theologiestudium im Ausland

Jan-Berend Klein

Ich heiße Jan-Berend Klein und studiere Theologie auf Pfarramt.

Nach dem Abi habe ich zuerst ein zweisemestriges Studium Generale am Leibniz Kolleg in Tübingen absolviert. Danach wollte ich in die Großstadt und das Leben kennen lernen, mit allem, was es so bietet - und ging nach Berlin!

Dort angekommen, fing ich erstmal an Politikwissenschaften zu studieren, da mich Politik immer interessiert hat. Dann wollte ich aber ein Fach mit einer größeren thematischen Breite und inhaltlichen Tiefe. Außerdem wünschte ich mir eine Berufsperspektive vor Ort, bei den Menschen - und wechselte zur Theologie.

Kreuz und quer durch Berlin

In Berlin bin ich aber erstmal geblieben. Ich fand es spannend, in einem so bunten, anregungsreichen, oft auch schwierigen Umfeld zu studieren. Ich machte gern lange Spaziergänge durch Berlin, auf denen ich dann immer wieder Neues entdeckte. Einmal habe ich die Stadt zu Fuß von Süd nach Nord, ein anderes Mal von Ost nach West durchquert. Zwischendurch bin ich leidenschaftlich gern durch den Park vor meiner Haustür gejoggt, um durchzuatmen, aufzutanken oder einfach mal Dampf abzulassen. Ich hatte auch sehr gerne Besuch, den ich dann auf den Berliner Fernsehturm, in nette Kneipen, Museen und manch anderen interessanten - manchmal auch merkwürdigen - Ort entführte. Abends bin ich oft zu wissenschaftlichen und politischen Diskussionen gegangen.

Jerusalem und Rom

Nachdem ich einige Semester Theologie studiert hatte, mit vielfältigen spannenden Erfahrungen und Eindrücken im In- und Ausland, unter anderem in Jerusalem, erblickte ich Anfang 2010 in der Eingangshalle meiner Fakultät ein Werbeplakat für das Theologische Studienjahr Rom. Ich dachte: Das muss ich machen! Die Chance, die Katholische Kirche und Theologie einmal so intensiv aus der Nähe kennen zu lernen, gibt es so nicht noch einmal.

Von Ende August 2010 bis Juli 2011 war ich dort, in der Ewigen Stadt. Jahrtausende der Geschichte, heutige italienische Lebensart und Alltag sowie das Zentrum der Katholischen Weltkirche erlebte ich hier täglich nebeneinander. Ich und neun weitere Programmteilnehmer besuchten im Rahmen des Studienprogramms theologische Lehrveranstaltungen an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Waldenserkirche und vor allem an den Päpstlichen Universitäten.

Sowohl die wissenschaftliche Annäherung als auch die privaten Gespräche mit den Studierenden und Freunden hier gaben mir einen hautnahen und ganz persönlichen Eindruck der ökumenischen Vielfalt. Was ist Kirche und worin besteht ihre Aufgabe? Was ist ein Gottesdienst und was ist daran wichtig? Wie lebt ein Theologiestudent und angehender Pastor bzw. Priester? Was beinhaltet mein Glaube? Diese Fragen und verschiedenste Antworten darauf sowie viele andere Ereignisse in und um Kirche erfuhr und erlebte ich hier Tag für Tag. Es war ein prägender Aufenthalt.

Ökumene- und Party-WG

Ach ja: Für Aufregung sorgte unsere WG-Gründung in einer Wohnung der deutschsprachigen katholischen Gemeinde in Rom, Santa Maria dell´Anima, in die wir, zwei Männer und eine Frau - natürlich unverheiratet –, einzogen; eine WG eben. Wir wurden schnell berühmt (oder berüchtigt) als Ökumene- bzw. Party-WG und waren bis in den Vatikan hinein bekannt. Manche machten sich tolle Vorstellungen, und fragten, ob ein ausschweifendes Sexualleben geplant sei. Wie die Sache dann doch in ruhigeres Fahrwasser geriet, kannst du in meinem Artikel über meine Zeit in Rom nachlesen.

Theologisches Studienjahr in Rom


Wie es nach Rom weiterging

Wie es nach Rom weiterging

22. Feb 2013 | Aus Rom zurück hat Jan-Berend Klein noch einiges erlebt, bevor er jetzt in den Endspurt zum 1. Examen startet. Über Urlauberseelsorge, die Studentenstadt Heidelberg, die Metropole Berlin und die wunderbare Theologische Fakultät in Kiel.

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Theologisches Studienjahr in Rom - Teil 1

Theologisches Studienjahr in Rom - Teil 1: © by smotret/flickr.com

Als ich in der Eingangshalle meiner Fakultät ein Werbeplakat für das Theologische Studienjahr Rom erblickte, war klar: Das muss ich machen! Die Chance, die Katholische Kirche und Theologie einmal so intensiv aus der Nähe kennen zu lernen, gibt es nicht noch einmal.

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Theologisches Studienjahr in Rom - Teil 2

Theologisches Studienjahr in Rom - Teil 2: Camposanto Teutonico © by Air Force One/flickr.com

Berlusconi zeigte sich als begnadeter Selbstdarsteller: seine Regierung sei die einzig stabile in Europa, Italien habe als einziges Land die Wirtschaftskrise gut überstanden, das Ganze gewürzt mit einem Witz über den Faschismus und Heiratstipps für junge Frauen.

Dann erlebte ich ein Stück Ökumene: klein, aber deutlich und bedeutungsvoll, zu einem unerwarteten Anlass an einem völlig unerwarteten Ort.

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