Per Olsen

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Studiert in Münster

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Das zweite Semester in Jerusalem

Das zweite Semester in Jerusalem: Banksy Graffiti in Bethlehem

Diana Päpcke | Mein zweites Semester an der Hebräischen Universität - wie es weiterging ...

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Vom Schwarzen Meer in die Unibibliothek

Vom Schwarzen Meer in die Unibibliothek

Moritz Gräper, 21. Sept 2012 | Viele alpträumen von der Zeit vor und im Examen. Moritz Gräper ist gerade mittendrin. Er erzählt, wie es ist, hinter Bergen von Büchern die Tage zu verbringen, und wie er es trotzdem schafft, Zeit für Fußball-Zocken und ein Glas Wein mit Freunden zu haben.

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Studierendenkonvent im Norden

Studierendenkonvent im Norden: „Das Schloss Ludiwigslust“

Anne Plagens | In der Mecklenburgischen Landeskirche gab es alljährlich ein Treffen aller Theologiestudierenden, also des Konvents. Das Wochenende in Ludwigslust habe ich immer als bestärkend und in vielerlei Hinsicht als sehr hilfreich empfunden

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Die Freiheit eines Theologiestudenten

23. Jan 2018 | Mittlerweile studiere ich im siebten Semester an der WWU Münster.
Stand noch vor meinem Studienbeginn ein großes Fragezeichen vor der Ev. Theologie,
bin ich dankbar und froh, dass ich mich damals dazu entschieden habe. Nach den Sprachen
und den Bibelkundeprüfungen lag mein Fokus vergangenes Jahr auf dem Schreiben von Hausarbeiten
und dem Ablegen meiner Philosophieprüfung (Philosophicum). Dazwischen habe ich sehr viel Zeit gefunden,
nach meinen ganz persönlichen Interessen und Fragen zu studieren, Bücher zu lesen und Seminare zu belegen.

Im Austausch mit Kommilitonen aus anderen Studiengängen fällt mir dabei immer wieder auf,
welche Freiheiten das Theologiestudium bietet. Es geht eben primär nicht darum, festgelegte Inhalte
zu einem vorgegebenen Zeitpunkt zu pauken. In der Theologie habe ich die Chance
(neben vorgegebenen Studieninhalten) in einem großen Wahlbereich Antworten
auf meine persönlichen Fragen zu suchen, meine eigenen Schwerpunkte zu setzen
und als Persönlichkeit zu wachsen. Darüber hinaus gestaltet sich der Studienalltag mit anderen Theologiestudenten aber auch Dozenten sehr persönlich, was die Gespräche in den Veranstaltungen
umso interessanter und intensiver macht. Alles in allem bietet das Studium eine Individualität, wie ich sie heutzutage noch selten in anderen Studiengängen wahrnehme und das genieße ich jeden Tag.

Natürlich stellt einen diese Freiheit manchmal auch vor die Herausforderung, nicht den Faden zu verlieren, sein Studium zu strukturieren und seine persönlichen Ziele im Blick zu behalten. Hilfreich sind dabei immer „außerstudentische Aktivitäten“ wie z.B. Sport, Hobbys und der Kontakt mit Menschen aus anderen Lebensbereichen, was einen manchmal wieder ein Stück „erdet“ 😉

Zwischenprüfung

Auch das freiheitlichste Studieren ist nicht frei von Prüfungen. Im Theologiestudium betrifft das
(nach den Sprachen) die Zwischenprüfung. Es ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich,
wann man seine Zwischenprüfung ablegt, meistens steht sie am Ende des Grundstudiums.
Während Kommilitonen an anderen Fakultäten diese bereits im vierten oder fünften Semester abgelegt haben, bereite ich mich momentan im siebten Semester auf meine Prüfung im April vor.

Hier geht es vor allem darum, das Grundwissen aus den Einführungsveranstaltungen wiederzugeben
und ggf. in vorher abgesprochenen Spezialthemen zu vertiefen. In meiner Vorbereitung merke ich zunehmend,
wie wichtig für die Vertiefung des Stoffes vor allem Ruhe und Zeit sind. Ich persönlich habe mich entschlossen, beides für eine Zeit an der Augustana Hochschule zu suchen, die hierfür beste Bedingungen und ein freundliches Umfeld bietet.

Gemeindepraktikum

Eine ganz besondere Erfahrung war für mich vergangenes Jahr das Gemeindepraktikum, das jeder im Rahmen seines Studiums absolvieren muss und das meist mit einer Vor- und Nachbereitung verbunden ist. Länge und Form des Praktikums sind abhängig von der Landeskirche bzw. von der jeweiligen Universität.

Im Praktikum habe ich die Chance, ganz nah Pfarrberuf und Gemeinde kennenzulernen,
mich an der einen oder anderen Stelle selbst auszuprobieren und Menschen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen zu begegnen. Besonders letzteres bekommt im Studium nicht immer so viel Raum,
ist aber eine sehr spannende Angelegenheit, denn die Fragen von sonntäglichen Gottesdienstbesuchern unterscheiden sich doch manchmal erheblich von denen im Studienalltag.
Man kehrt in jeden Fall mit neuen Fragen und Einsichten in sein Studium zurück.

So stehe ich mit all diesen Eindrücken und Aussichten an der Schwelle zum Hauptstudium.
Die Begeisterung für die Theologie und den Pfarrberuf bleibt...

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