Alte Sprachen lernen

"Wohlauf, lasst uns herniederfahren
und dort ihre Sprache verwirren..."
(Genesis 11,7)

weitere Infos

Theologische Hochschule der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern:
www.augustana.de

Auch an der KiHo Wuppertal/Bethel kann man die Sprachen lernen:
www.kiho-wuppertal-bethel.de/lehrveranstaltungen/sprachkurse

Das Sprachangebot der Uni Hamburg:
www.theologie.uni-hamburg.de/studium/sprachen.html

der Uni Rostock:
www.theologie.uni-rostock.de/index.php?id=321

und der Uni Greifswald:
www.theologie.uni-greifswald.de/studieren/lehrveranstaltungen/vorlesungsverzeichnisse/ws-sprachen.html

Keine Angst vor den Alten Sprachen

das Theologiestudium
und die alten Sprachen

Das Theologiestudium ist in vielerlei Hinsicht besonders - unter anderem unterscheidet es sich von anderen Studiengängen dadurch, dass man als Werkzeug für das Studium die drei alten Sprachen Hebräisch - Griechisch - Latein lernt.

Sofern man eine oder mehrere der Sprachen noch nicht in der Schule gelernt hat, kann man dies in Sprachkursen an der Universität, an kirchlichen Hochschulen oder an privaten Sprachschulen tun. Die Sprachen lernt man im Grundstudium, also in den ersten Semestern bis zur Zwischenprüfung.

© Foto: Volker Konrad 2009© Foto: Volker Konrad 2009

Hebräisch

"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und wirr, und Finsternis lag auf der Urflut, und Gottes Geist schwebte über dem Wasser."
(Genesis 1,1+2a)

Hebräisch ist die Sprache, in der das Alte Testament aufgeschrieben worden ist. Sie gehört nicht zu den indogermanischen Sprachen, sondern ist eine semitische Sprache: Sie wird z.B. von rechts nach links gelesen, ihre Schrift besteht nur aus Konsonanten, die Vokale werden durch Punktationen angedeutet.


Altgriechisch

"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott."
(Johannesevangelium 1.1+2)

Altgriechisch ist die Sprache des Neuen Testamentes - die Evangelien, die Apostelgeschichte und die Briefe sind in dieser antiken Weltsprache verfasst worden. Sie wird auch "Koinē" genannt, das bedeutet: "allgemeine" (Sprache) - denn sie war von 300 v.Chr. bis 600 n.Chr. die altgriechische Gemeinsprache. Auch die griechischen Kirchenväter haben - wie der Name schon vermuten lässt - Altgriechisch gesprochen und geschrieben.


Latein

Amore et studio elucidande veritas hec subscripta disputabuntur Wittenberge, Presidente R.P. Martino Lutter, Artium et S. Theologie Magistro eiusdemque ibidem lectore Ordinario. Quare petit, ut qui non possunt verbis presentes nobiscum disceptare agant id literis absentes. In nomine domini nostri Hiesu Christi. Amen.

"Aus Liebe zur Wahrheit und in dem Bestreben, diese zu ergründen, soll in Wittenberg unter dem Vorsitz des ehrwürdigen Vaters Martin Luther, Magisters der freien Künste und der heiligen Theologie sowie deren ordentlicher Professor daselbst, über die folgenden Sätze disputiert werden. Deshalb bittet er die, die nicht anwesend sein und mündlich mit uns debattieren können, dieses in Abwesenheit schriftlich zu tun. Im Namen unseres Herrn Jesu Christi, Amen."
(Vorspruch zu den 95 Thesen, die Martin Luther am 31.10.1517 an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hat.)

Latein ist die Kultursprache des Abendlandes. Viele theologische Texte - sei es aus der Alten Kirche, dem Mittelalter oder der Reformationsgeschichte - sind auf Latein verfasst.

Ob das kleine Latinum, das KMK-Latinum, oder das Große Latinum für den gewünschten Studiengang erforderlich ist, muss von Fall zu Fall geklärt werden. Es hängt zum Teil auch davon ab, ob eine Promotion angestrebt wird. Häufig ist das so genannte KMK-Latinum für das Theologiestudium ausreichend.


Keine Angst vor den Sprachen - ein Erfahrungsbericht

Keine Angst vor den Sprachen - ein Erfahrungsbericht: Bernhard Schröder

Beinahe hätten mich die Sprachen vom Theologiestudium abgehalten - denn ich habe meine Schulkariere mit nur einer Sprache beendet nämlich Latein. Wird mein kleines Latinum ausreichen? Und wie groß ist der Aufwand Griechisch und Hebräisch zu lernen?

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Und wozu brauche ich das alles...? Sprachkenntnisse und die theologischen Fächer

Und wozu brauche ich das alles...? Sprachkenntnisse und die theologischen Fächer: © Foto by Yoshi5000/flickr.com

Insbesondere am Anfang des Studiums, wenn man sich damit konfrontiert sieht, eine, zwei, in manchen Fällen sogar drei alte Sprachen (nach-)lernen zu müssen, geht es einem wohl nicht selten durch den Sinn: Wozu die viele Mühe?

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Augen zu... und durch! - Zeit sparen durch Intensivkurse

Das Lernen der Sprachen nimmt zu Beginn des Studiums relativ viel Zeit in Anspruch. So werden i.d.R. für Hebräisch 1 Semester, für Altgriechisch 2 Semester und für Latein sogar bis zu 3 Semester veranschlagt.

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