Ohne Gitarre und mit Prioritäten

Costa Gröhn

Seelsorge ist für mich die Mitte pastoraler Arbeit. Für meine eigene Religiosität ist jedoch auch die Beobachtung zentral geworden, dass das Leben in all seinen verschiedenen Facetten letztlich nicht erklärbar ist. Dieses „offene Geheimnis“ möchte ich nicht zu lüften versuchen. Es so weiterzugeben, dass es Menschen hilft, damit zu leben, war für mich eine grundlegende Motivation, Pastor zu werden.

Eine Bibelstelle, die ich dabei besonders inspirierend finde, steht im Buch Prediger:

„Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende…“ (Pred 3,11).

So ist für viele Menschen die Sehnsucht nach dem Unendlichen und Vollendeten die Quelle ihres Glaubens.

Über die Rätselhaftigkeiten und Verwundungen des Lebens können wir uns nicht hinwegtäuschen. Aber auf die leisen, kaum hörbaren Töne im Leben zu achten, bei denen das Herz zum Organ der Erkenntnis wird, ist für mich eine wesentliche Qualität kirchlichen Arbeitens.

Dr. Constantin Gröhn, Pastor (geb. 1976)


Unsere Kirche kann verschiedene Klänge gebrauchen

Unsere Kirche kann verschiedene Klänge gebrauchen: Costa Gröhn am Mischpult

Ein persönliches Erlebnis aus meinem Studium als Ermutigung, seinen eigenen Interessen treu zu bleiben: Ich hielt es für erforderlich, Gitarre spielen zu lernen, denn ich glaubte, man müsste als Pastor mit Konfirmanden und Jugendlichen Lieder auf der Gitarre begleiten können.
Eigentlich aber hatte ich viel mehr Lust, weiter elektronische Musik als DJ aufzulegen und auch selbst zu machen...

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