Michael Jordan

Die Übersetzungen aus dem Urtext eröffneten mir ganz andere Gedanken und Verstehensmöglichkeiten der Bibel - das wollte ich auch lernen.

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Vom Bäcker zum Pastor

Michael Jordan

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein,
sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.

Das ist mein Konfirmationsspruch (Mt 4,4), ausgerechnet für mich als Bäckerssohn hat das damals mein Pastor ausgesucht! Es wurde zu meinem Lebensmotto.

Bibel neu verstehen

Eigentlich wollte ich mal das Geschäft (Bäckerei und Lebensmittel) meiner Eltern übernehmen. Dafür habe ich Bäcker und Konditor gelernt. Doch während meiner Zeit als Konditorgeselle begann ich mich auch für Glauben und Kirche zu interessieren. Irgendwann reifte dann der Entschluss: Ich mach mein Abi nach und studiere Theologie. Fasziniert hat mich damals ein Buch von Hans Walter Wolff, einem Prof. für Altes Testament:
„Die Stunde des Amos“. Die Übersetzungen aus dem Urtext haben ganz andere Gedanken und Verstehensmöglichkeiten der Bibel hervorgerufen; das wollte ich auch lernen.

Kirche für Leib und Seele

13 Jahre lang war ich mit ganzem Herzen Gemeindepastor, habe Kirche „für Leib und Seele“ gestaltet.
Nach jedem Gottesdienst gab es zumindest einen Kaffee, im Abendgottesdienst auch mal ein Glas Wein
und zu Ostern stießen wir mit Sekt auf den Sieg des Lebens an. Glaubenskurse „Stufen des Lebens“
und Kurse zu Glaubensthemen und biblischen Personen lagen mir besonders am Herzen.

Vertraut den neuen Wegen

Nach 13 Jahren Gemeindepfarramt war ein Wechsel für mich an der Zeit. Die Möglichkeit, als theologischer Referent von Bischof Magaard zu arbeiten, eröffnete mir neue Wege. In der Bischofskanzlei beraten wir Bischof Magaard als Team in den unterschiedlichsten kirchlichen und gesellschaftlichen Themen und Arbeitsfeldern.
Mich interessiert z. B. sehr, was wir als Kirche in ländlichen Räumen tun können, damit Menschen heute
und in Zukunft in ihren Dörfern gut leben können. Als Referent ist es u. a. meine Aufgabe,
die jährlich stattfindenden Land-Kirchenkonferenzen im Sprengel mit vorzubereiten.

Das Leben als Wechselspiel

Während meines Vikariates bekam ich einen wichtigen Satz mit auf den Weg: „Betrachten Sie das Leben auch mal als Spiel.“ Ich habe es so verstanden: Probieren Sie Neues aus, wechseln Sie die Position, reagieren Sie einfach mal anders als gewohnt - und schauen Sie was passiert. Ein Wechsel der Arbeitsstelle ist mehr als das Ändern von täglichem Verhalten – und ist doch in unserem Beruf auch immer wieder möglich. Das ist mit Risiken verbunden, aber es eröffnen sich zugleich neue Wege und Chancen. Wachsam bleiben, auf die innere Stimme hören, mit vertrauten und kompetenten Menschen sprechen – das waren für mich die Schritte auf dem Weg hin zum Wechsel der Arbeitsstelle.

Im Tor beim Fußballspiel auf dem Gemeindefest.