Jannike Grosstück

Jannike Grosstück

Pastorin in Kaltenkirchen

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Endlich Pastorin

13. Apr 2015 | Nach fünf Jahren Studium und zweieinhalb Jahren Vikariat ist es jetzt also endlich so weit: Ich bin Pastorin zur Anstellung in meiner ersten eigenen Gemeinde, genauer gesagt in Kaltenkirchen, liebevoll Kaki genannt. „Und, wie ist das so als Pastorin?“, werde ich jetzt häufig gefragt. „Ziemlich cool!“, sage ich dann und grinse. So ganz kann ich es immer noch nicht fassen, dass ich jetzt wirklich Pastorin bin mit einem Pastorat und einem Diensttelefon und dem vielen anderen, was noch so dazugehört. Oft wurde mir gesagt, ich solle bloß die Zeit im Vikariat genießen, die PzA-Zeit sei unglaublich anstrengend und ganz schrecklich. Vielleicht bin ich nach einem Monat noch zu kurz dabei, vielleicht habe ich auch einfach Glück, sicher ist es mit drei Kollegen ganz anders als im Einzelpfarramt – jedenfalls finde ich das Pastorinnendasein bisher großartig!

Endlich Pastorin!

Wie ging es denn eigentlich los? Als der Brief vom Kirchenamt kam und mir Kaltenkirchen zugeteilt war, rief ich zuerst meinen neuen Propst an. In einem freundlichen Telefonat vereinbarten wir einen Kennlerntermin bei ihm im Büro. Er nannte mir auch gleich das Datum der nächsten Sitzung des Kirchengemeinderats, in der ich mich vorstellen sollte. Das Kennenlernen war freundlich und herzlich, die Vorstellung im Kirchengemeinderat auch. Ich hatte mich ja nicht beworben, sondern war zugewiesen worden – aber der Kirchengemeinderat hätte mich immer noch ablehnen dürfen. Natürlich war ich wahnsinnig aufgeregt, hatte mich dreimal umgezogen und mir ganz genau überlegt, was ich sagen und fragen wollte. Alle waren sehr interessiert und zugewandt, und weil es für viele schon ein langer Tag gewesen war, wurde auch ein bisschen herumgealbert. Eigentlich war da schon alles klar, aber als dann abends zu Hause der Anruf vom Propst kam, war ich trotzdem er-leichtert und sehr glücklich.

Mein erster Arbeitstag, der 1. März, war ein Sonntag. Nicht irgendein Sonntag, sondern der Sonntag meiner Ordination! Im Schleswiger Dom feierten wir einen festlichen Gottesdienst mit anschließendem Empfang. Bischof Magaard hatten wir bei der Ordinationsrüstzeit schon kennenlernen können, als wir gemeinsam mit allen Bischöfen und allen zukünftigen PzAs zwei Tage in Plön waren und uns mit Bedeutung und Ablauf der Ordination beschäftigten. Für mich war es sehr bewegend, den Segen für meinen Dienst zu bekommen und ich hatte das Gefühl, jetzt könnte mir nichts Schlimmes mehr passieren.

Als wir – mein Mann und ich – dann nach zwei Wochen ins Pastorat einziehen konnten, ging es so richtig in der Gemeinde los. Seniorenkreis, Andacht im Pflegeheim, Bauausschuss, Verwaltungsausschuss, Kita-Besuch, Gottesdienste, Geburtstagsbesuche. Und ganz nebenbei das Haus einrichten, die Einkaufsmöglichkeiten erkunden und das Auto in die Werkstatt bringen. Ja, mein Terminkalender ist gut gefüllt, aber bei wem ist er das nicht? Ich genieße das Gefühl, jetzt Pastorin zu sein und freue mich auf noch viele neue Erlebnisse und Begegnungen mit den Menschen meiner Gemeinde. Und wenn ich die Geburtstagsgrüße unterschreibe mit Herzliche Grüße, Ihre Pastorin Jannike Grosstück, dann grinse ich in mich hinein und denke: ziemlich cool!

Leitbild-Fahne

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