Der Pfarrberuf

Wort halten - Vikar Jonas Rühle aus Karlsruhe über seinen Beruf


Gedanken entzünden - Pastorin Anna Gerda Schrader aus Einbeck


Fragen über Fragen: Mein Job - Dein Klischee


Wichtige Fakten

Privatleben und Beruf

Die finanzielle Seite

Was macht eigentlich ein/e Pastor/in?

Unglaublich viele unterschiedliche Dinge, das ist das Spannende an diesem Beruf. Im Groben gibt es diese Kernaufgaben:

Gottesdienste gestalten und feiern
Dazu gehört der Gottesdienst am Sonntag, aber auch viele andere Formen, wie Trauungen, Bestattungen, Schulanfängergottesdienste etc.

Seelsorgerliche Gespräche führen
Die Kirche begleitet so viele Menschen an wichtigen Übergängen in ihrem Leben, in Freude und auch in Krisen

Sich gesellschaftlich einmischen, in den Dialog treten
im Stadtteil, in der politischen Diskussion, mit anderen Religionen, in der Ökumene, in der Kultur

Helfen, diakonisch Handeln
Für Menschen in Notlagen gibt es ein umfassendes Hilfsangebot. Pastor*innenwirken an vielen
Stellen mit: in Bildungszentren, Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, in der Leitung von z.B. Beratungsstellen, Krankenhäusern oder Stiftungen.

Wissen und Glauben fördern
in der Konfi-Zeit, in der Kinder-und Jugendarbeit, in bestimmten Gruppen und für unterschiedliche Zielgruppen

Leiten
im Kirchengemeinderat, in den Synoden (den Kirchenparlamenten), als Personalleitung, Konfliktberatung

Besondere Aufgaben übernehmen
jenseits einer Ortsgemeinde, im Krankenhaus, im Gefängnis, der Diakonie, der Jugendarbeit, dem Kirchenkreis, der Pilgerarbeit.
* Flüchtlingspastorin Fanny Dethloff

Welche Begabungen und Kompetenzen braucht man?

Was muss man können?

Kommunikation: offen und mit Neugier auf Menschen zugehen und sich in sie hineinversetzen
Reflexion: Mit Abstand auf die eigene Rolle, das eigene Handeln gucken, konstruktiver Umgang mit Kritik
Teamfähigkeit: mit Gruppen und im Pfarrteam ist diese Kompetenz und Freude daran wichtig

Kann ich das?

Diese Frage kennt jede*r Studierende der Theologie. Es geht hier vor allem um die Bereitschaft zur eigenen Entwicklung und um die Leidenschaft, die dieser Beruf auch braucht.
Vertraute Personen dazu um Rat zu fragen, empfehlen wir daher sehr.

Ist man als Pastor*in immer im Dienst?

Nein. Die Freizeit und auch die Privatsphäre sind für eine gute Arbeit vor Ort sehr wichtig. Manchmal ist es jedoch nicht einfach, sich abzugrenzen. Doch ist dies unabdingbar, um das Privatleben nicht zu vernachlässigen. Jede*r muss den eigenen Weg finden, wie dieser Ausgleich und die Abgrenzung aussehen kann.

Wieviel verdienen Pastorinnen?

Pastor*innen (nach dem Vikariat) werden eingruppiert in die „Besoldungsgruppen“ (ähnlich dem Lehramt) A13 und A14.
Das sind im Durchschnitt zwischen 4.000-5.000 Euro brutto im Monat.

Hat man als Pastor Aufstiegschancen?

Der Pfarrberuf ist kein Aufstiegsberuf im herkömmlichen Sinn. Aufstieg im Sinne einer interessanten Karriere mit der vielen Möglichkeiten zur eigenen Entwicklung trifft es besser: unterschiedlichen Kirchgemeinden, mit den unterschiedlichsten theologischen und pastoralen Herausforderungen und darüber hinaus noch eine große Vielfalt anderer übergemeindlicher Aufgabenfelder in der Kirche, machen den Beruf sehr attraktiv.