FAQs zum ReligionslehrerInnenberuf


Am besten ist es, sich über diese Frage einmal mit einer Lehrerin oder einem Lehrer zu unterhalten, die/der gern Religionsunterricht erteilt. Denn: Reli kann ungemein spannend sein, für Lehrer wie für Schüler. Dann nämlich, wenn es gelingt, Lebensfragen der Schülerinnen und Schüler auf die Tagesordnung zu setzen und mit ihnen in ein Gespräch über Glauben und Leben einzutreten. Dann merkt man: Hier kommt etwas auf den Tisch, was sonst in der Schule eher nachrangig ist oder gar ausgeblendet wird.

Wenn Schülerinnen und Schüler merken: Die Sache mit Gott hat etwas mit meinem Alltag zu tun, mit meinem Verhalten zu mir selbst und zu anderen, mit der Gesellschaft, in der ich lebe, und mit der Welt überhaupt – dann sind die 45 Minuten einer Stunde oft zu kurz, dann redet man sich die Köpfe heiß und dann geht es auch mal in die Pause hinein. Zugegeben, das sind die Highlights des Religionsunterrichts. Natürlich gibt es Phasen, in denen es "normal" zugeht so wie in den anderen Fächern auch.

Aber auch in der Normalität des Schulalltags gelingen überraschende Entdeckungen: wenn etwa einem Schüler der Sinn einer schwierigen Textstelle aufgeht, wenn ein Videofilm über ein Hospiz die Problematik der Sterbehilfe hautnah vor Augen führt, wenn Schülerinnen bei einer Internetrecherche plötzlich auffällt, wie vielfältig das kirchliche Leben in Deutschland ist … Situationen, die ermutigen und die anstrengende Vorbereitung lohnen.

Welche persönlichen Voraussetzungen brauche ich eigentlich?

Neugier, Aufgeschlossenheit, Lernbereitschaft. Damit hat man schon viel im Studienrucksack.

Um überhaupt Lehrer/in zu werden, braucht man aber noch mehr:
Gesprächsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Sensibilität, Freude am Umgang mit Menschen, persönliche Authentizität, einen scharfen Verstand, klare Denkstrukturen, Übersicht in Lernprozessen.

Manches davon kann man lernen, anderes muss man mitbringen, wie Liebe zu den Kindern, Verständnis für Jugendliche. Wer die Möglichkeit hat, schon einmal eine Gruppe zu leiten, selbst gelegentlich Unterricht zu erteilen und die eigenen Fähigkeiten als Leiter/in oder Lehrer/in zu erproben, hat Glück. Eine gute Idee ist es aber auch, eine/n Lehrer/in um Rückmeldung zu bitten, ob diese/r sich vorstellen kann, dass man Lehrer/in wird. Manche Studierende merken erst zu spät, manchmal erst in der zweiten Phase der Lehrerausbildung, im Referendariat, dass sie eigentlich wichtige Voraussetzungen für den Lehrerberuf nicht mitbringen – und das ist nicht selten eine persönliche lebensgeschichtliche Tragödie.

Gut ist also, jede Gelegenheit zu nutzen, um zu prüfen, wie man mit Unterrichtssituationen zurechtkommt und ob sich Freude am Umgang mit Schülerinnen und Schülern einstellt. Jede Möglichkeit, kritische Rückmeldung zum eigenen Auftreten und Verhalten zu bekommen, sollte wahrgenommen werden!

Muss ich noch Sprachen für das Studium lernen?

Das Alte Testament ist ursprünglich in hebräischer Sprache, das Neue Testament in griechischer Sprache geschrieben. Die Verkehrs- und Wissenschaftssprache war seit dem Römischen Reich bis zum 19. Jahrhundert in Europa das Lateinische.

Die Welt der Kirchengeschichte und der Bibel ist besser zu verstehen, wenn man diese Sprachen kennt. Wer das Lateinische aus der Schulzeit mitbringt, hat sehr günstige Voraussetzungen, die theologische Fachsprache zu gebrauchen und die Geschichte des Christentums zu begreifen.

Für einige Studiengänge (Grundschule, Haupt- und Realschule) werden die Inhalte des Theologiestudiums so aufbereitet, dass eine Kenntnis der Alten Sprachen zwar wünschenswert, aber keine unabdingbare Voraussetzung für das Studium ist.

Die Sprachanforderungen sind in den Bundesländern und manchmal von Universität zu Universität unterschiedlich geregelt. In der Regel sind für das gymnasiale Lehramt bzw. das Lehramt für die Sekundarstufe II Latein und Griechisch obligatorisch. Für die Primarstufe werden Sprachprüfungen meist nicht verlangt. Welche Alten Sprachen in dem Bundesland, in dem das Staatsexamen ablegt werden soll, erforderlich sind, erfährt man in den Prüfungsordnungen für die Lehrämter (die je nach Bundesland wieder verschieden heißen).

Übrigens wird ein Sprachennachweis auch nicht überall in der Form einer staatlichen Latinums- oder Graecums-Prüfung verlangt. Manchmal genügt auch ein Kurs mit einer Prüfung an der jeweiligen Fakultät.

Schließlich: Wer Freude an Sprachen hat, sollte vielleicht auch einmal einen Kurs in Hebräisch belegen; die Welt der hebräischen Bibel wird erheblich verständlicher, wenn man ihre Sprache kennt.

Für das Erlernen des Griechischen sollte man etwa zwei Semester einkalkulieren, für das Erlernen des Lateinischen mindestens ein Semester (und ggf. zusätzlich einen Kurs in den Semesterferien).
Entsprechende Kurse werden während des Semesters an den Theologischen Fakultäten oder an den Philosophischen Fakultäten angeboten.
Es gibt aber auch Kompaktkurse, die etwa in den Ferien stattfinden.
Da es nur wenige altsprachlich orientierte Gymnasien gibt, erwirbt die Mehrzahl der Studierenden die erforderlichen Sprachkompetenzen ohnehin an der Universität.

Die Sprachen sind eine hohe Hürde für alle, die Theologie studieren (es sei denn, man ist ein Sprachgenie). Aber mit einer gewissen Portion Fleiß und Ausdauer ist es gut zu schaffen.

Auf keinen Fall sollte man das Erlernen der Sprachen vor sich her schieben, sondern gleich zu Anfang des Studiums erledigen. Übrigens auch deshalb, weil etwa für Seminare im Neuen Testament oder in der Kirchengeschichte das Griechische und Lateinische unverzichtbar sind. In der Regel werden von den theologischen oder philosophischen Fakultäten Sprachkurse angeboten, die sich über höchstens zwei Semester hinziehen.

Oft kann man auch Ferienkurse an besonderen Hochschulen belegen, die dann konzentrierter und kürzer sind. Alle Sprachkurse schreiten im Stoff sehr schnell voran. Für das Erlernen der Sprachen sollte an jedem Tag ein angemessener Zeitraum reserviert werden, denn sonst kommt man schnell ins Hintertreffen.

Neben dem Spracherwerb empfiehlt es sich aber immer auch die eine oder andere Vorlesung zu hören oder ein Seminar zu besuchen. Sonst kann das Sprachenlernen eine zu dröge Angelegenheit werden …

Brauche ich besondere Vorkenntnisse?

Besondere Vorkenntnisse über das hinaus, was man durch die Teilnahme an Religionskursen oder an Kursen der Fächergruppe Religion-Ethik während der Schulzeit erwerben kann, werden nicht vorausgesetzt.

Nützlich für das Studium sind aber eigene Erfahrungen mit Kirche und Religion in Jugend- oder Gemeindegruppen einer Kirchengemeinde. Für den Einstieg in das Studium ist es hilfreich, auch das eine oder andere theologische Buch gelesen zu haben. Religionslehrer/innen werden hier sicher einige gute Tipps geben können. Wichtiger noch ist es, sich in der Bibel auszukennen. Sie ist und bleibt das Zentrum Evangelischer Theologie, und eine gründliche Kenntnis biblischer Texte ist für den Religionsunterricht nicht nur in der Unterstufe unverzichtbar.

Wenn der Religionsunterricht an der eigenen Schule nur verkürzt oder gar nicht stattgefunden hat, ist dies kein Grund Evangelische Theologie nicht zu studieren. Eventuelle Nachteile gegenüber anderen Studierenden können durch das Studium ausgeglichen werden, denn zunächst ist es nur wichtig zu entscheiden, ob man sich überhaupt vorstellen kann, Religionslehrer/in zu werden, um mit Kindern und Jugendlichen in ein Gespräch über Glauben und Leben einzutreten.

Eine Empfehlung: Es ist gut, sich in biblische Bücher einzulesen. Auch ein Bibeltagebuch zu führen, ist eine gute Idee. Dort können alle Fragen, die einem beim Lesen aufgefallen sind, notiert werden oder auch welchen Problemen man im Studium nachgehen möchte und was man (noch) nicht verstanden hat.

Muss ich in der Kirche sein, um Religionslehre zu studieren?

Für das Studium ist die Mitgliedschaft in der Kirche noch nicht notwendig, jeder kann das Fach – wie jedes andere an der Universität oder Hochschule – studieren. Wenn aber das Berufsziel Lehramt angestrebt wird, ist für den Evangelischen Religionsunterricht die Mitgliedschaft der Lehrenden in einer Kirche nötig, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) angehört.

Wer zum Studienbeginn nicht der Kirche angehört, kann sich während des Studiums in einer Kirchengemeinde des Heimat- oder Studienortes umsehen und kirchliches Leben kennen lernen. In die Kirche aufgenommen wird man durch die Taufe.

Eine gute Gelegenheit, Probleme und Fragen des Glaubens zu diskutieren und seinen Glauben zu leben, bieten die Studierendengemeinden an den Hochschulorten. Für persönliche Fragen gibt es die Möglichkeit, Beratung oder Seelsorge aufzusuchen, bei einem Lehrer oder einer Pfarrerin oder einem Professor oder sonst jemandem, der sich ebenfalls mit Glaubensfragen beschäftigt.

Wie verläuft das Studium im Fach Evangelische Theologie/Religionspädagogik?

  • Sie haben ein persönliches Interesse an religiösen Themen?
  • Sie möchten wissen, was Religion mit Ihrem Leben zu tun hat?
  • Sie sind gespannt darauf zu erfahren, ob mit dem Wort „Gott“ vielleicht doch etwas gemeint sein könnte, was für Sie und uns alle von größter Wichtigkeit ist?

Das sind nicht die schlechtesten Voraussetzungen für ein Studium. Fragen stellen ist besser als überall schon feste Antworten parat haben.

Das gilt auch für Religionslehrer/innen: Auch sie wissen nicht über alles Bescheid. Sie sind keine perfekten Christen – sofern es solche überhaupt gibt. Aber sie begeben sich gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern auf die Suche nach Orientierungszeichen und Wegmarken, die sich als verlässlich erweisen und die dabei helfen, das eigene Leben glaubwürdig und authentisch zu gestalten.

Ein Tipp: Es ist gut, über Fragen zum Studium mit einer Religionslehrerin oder einem Religionslehrer sprechen. Was hat sie/ihn bewogen, diesen Beruf zu wählen? Wie hängt ihr/sein persönliches Interesse an Religion mit der eigenen beruflichen Tätigkeit zusammen? Wie wäre es, einmal selbst einen Teil einer Unterrichtsstunde zu übernehmen und sich dem "Ernstfall" probehalber auszusetzen?

Ich möchte eigentlich Lehrer/in werden, aber ich bin mir unsicher, ob ich Religion als Fach studieren will

Ganz ähnlich geht es wahrscheinlich vielen Mitschülerinnen und Mitschülern. Die Wahl eines Berufs gehört mit zu den schwierigsten und folgenreichsten Entscheidungen, die jeder zu treffen hat. Und beim Lehrerberuf kommt das Problem hinzu: Lehrer/in für die Grundschule, für die Haupt- oder Realschule, für das Gymnasium, das berufsbildende Schulwesen oder die Sonderschule?

Sicher hilft es, sich zu fragen: Möchte ich gern mit Kindern umgehen, macht es mir Freude, ihnen zu helfen, ihre eigene Welt zu entdecken und in Besitz zu nehmen, möchte ich ihnen Wissen und Können vermitteln, damit sie ihr Leben später einmal selbst in die Hand nehmen können?
Oder liegen mir mehr die widerspenstigen 14-Jährigen, die mich zur Auseinandersetzung herausfordern, die sich an mir reiben, ihre eigene Identität erkämpfen wollen, auch gegen Widerstände und in Konflikten?
Oder möchte ich eher mit älteren Schülerinnen und Schülern arbeiten, die hohe Ansprüche an meine Fachkompetenz stellen und mit denen ich wissenschaftspropädeutisch arbeiten kann?

Mit diesen Fragen an sich selbst hängt dann auch die Entscheidung für das Fach Evangelische Religionslehre zusammen. Denn die Aufgaben der Religionslehrer sind jeweils verschieden – je nach Schulform und Schulstufe.

Einige Beispiele:

Eine Grundschullehrerin wird sich darum bemühen, ihre Schüler religiös zu „alphabetisieren“, sie in elementare Lebens- und Sprachformen des Glaubens einzuführen, sie mit biblischen Geschichten und christlichen Symbolen, Ritualen und Festen bekannt zu machen. Sie wird versuchen, bei den Schülerinnen und Schülern Verständnis dafür zu wecken, dass und wie andere Menschen anders glauben und leben.

In der Hauptschule werden vielfach Fragen erörtert, wie Menschen ihr eigenes Leben und ihr Leben miteinander gestalten können. Was ist für Jugendliche lebenswichtig? Woran hängen sie? Was hat für sie „religiöse“ Bedeutung? Wie gehen sie – etwa als Junge und Mädchen – miteinander um? Wie können sie Konflikte gewaltfrei lösen?

Und der Religionsunterricht der berufsbildenden Schulen stellt sich den Fragen, die Gesellschaft, Wirtschaft und Technik aufwerfen, und versucht Antworten zu finden entlang der Leitidee von der gottgegebenen Würde des Menschen und seiner Freiheit. Im Religionsunterricht wird an die Botschaft Jesu erinnert: dass der Mensch nicht Vollstrecker blinder technologischer Optimierungsansprüche sein darf, dass der Mensch nicht vom Machen allein lebt.

Also: Zunächst ist es gut, Informationen einzuholen darüber, welche Aufgaben auf Lehrer/innen in einer bestimmten Schulform oder Schulstufe zukommen. Aber abgesehen von diesen unterschiedlichen Aufgabenstellungen: Eine solide theologische Ausbildung brauchen alle Religionslehrer/innen, auch wenn sich diese in Umfang, Schwerpunkten und Anforderungen unterscheidet.

Ich habe mich bisher in der Kinder- und Jugendarbeit engagiert, aber Schule ist doch etwas ganz anderes, oder?

Ja, das stimmt.

Mit Jugendlichen arbeiten, die freiwillig und in ihrer Freizeit in eine Gruppe kommen, mit Interesse und Engagement, das ist in der Tat etwas anderes als die Schule. Dasselbe gilt für die Mitarbeit im Kindergottesdienst oder in einer Kinder-AG.

Schule ist – realistisch gesehen – zunächst einmal eine gesellschaftliche Pflichtveranstaltung. In der Schule geht es vor allem darum, dass Schüler sich Kenntnisse und Fähigkeiten aneignen. Und Lehrer/innen sind dazu da, Schülerinnen und Schüler beim Lernen anzuleiten, sie zu unterstützen und ihnen zu helfen. Nicht jeder, der sich in der lockeren Atmosphäre der Kinder- und Jugendarbeit wohl fühlt, wird automatisch auch ein guter Lehrer werden.

Dennoch: Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit kommen jeder Lehrerin, jedem Lehrer zugute. Lehrer müssen wissen, womit sich Kinder und Jugendliche heute beschäftigen, was sie für wichtig in ihrem Leben halten, wovon sie träumen und wovor sie Angst haben. Diese Perspektive ist auch für den Unterricht unschätzbar und unverzichtbar. Und es gibt noch eine Überschneidung: Kinder und Jugendliche verbringen einen Großteil ihres Lebens in der Schule. Hier entwickeln sie sich, machen Erfahrungen – mit Unterrichtsgegenständen, mit anderen Schülern, mit Lehrerinnen und Lehrern und mit sich selbst. Dieser Prozess, den sie durchlaufen, ist mindestens genauso wichtig wie alle Themen und Lehrbuchlektionen. Und an diesem Prozess sind Religionslehrer/innen besonders interessiert – genau wie Menschen, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind.

Was muss ich eigentlich lernen, wenn ich Religionslehrer/in werden will?

So interessant die Evangelische Theologie als Wissenschaft ist: Religionslehrer/innen sind keine Fachwissenschaftler! Jedenfalls nicht ausschließlich und nicht einmal primär. Eine Religionslehrkraft braucht vor allem „Religionspädagogische Kompetenz“. Was ist das?

Es ist zunächst einmal die Fähigkeit, die Lebenswirklichkeit der Schülerinnen und Schüler wahrzunehmen, mit Ihnen in ein Gespräch über Glauben und Leben einzutreten und ihnen die Bedeutung biblisch-theologischer Einsichten und Perspektiven zu erschließen.

Dazu braucht es persönliche Authentizität und einen sorgfältigen Umgang mit Methoden und Verfahren. Um diese Aufgabe wirklich sachgemäß wahrnehmen zu können, müssen sich Religionslehrkräfte mit Fragestellungen, Schlüsselproblemen und Inhalten der Theologie, aber auch mit anderen religiösen und philosophisch-weltanschaulichen Lebens- und Denkformen wissenschaftlich angemessen und methodisch fundiert auseinander gesetzt haben. Darüber hinaus ist es notwendig, sich über die eigene religiöse Praxis, über den angestrebten Beruf und über die künftige Rolle Klarheit zu verschaffen. Man kann sagen, dass religionspädagogische Kompetenz die Fähigkeit ist, die unterrichtlichen und erzieherischen Aufgaben des Religionsunterrichts zugleich theologisch sachgemäß und schülerorientiert wahrzunehmen.

Das klingt alles erstmal ziemlich trocken. Um zu verstehen, was damit gemeint ist, ist es gut, sich an den eigenen Religionsunterricht zu erinnern:

  • Welche Lehrer/innen waren überzeugend?
  • Was müssen diese Lehrer/innen auf der kommunikativen, auf der persönlichen und auf der sachlichen Ebene bieten?

Wer hier zu überzeugenden Antworten kommt, kann sicher auch gut einschätzen, was „Religionspädagogische Kompetenz“ meint.

Was ist im Studium anders als in der Oberstufe?

Viele Studienanfänger/innen empfinden den Übergang von der Oberstufe zum Studium als deutlichen Bruch. Die vertraute Umgebung des Schulgebäudes wird mit einem eher unpersönlichen und zunächst unüberschaubaren Campus vertauscht, Tausende unbekannte Gesichter, nicht mehr die Nähe der gewohnten Lehrer/innen, neue Veranstaltungsformen, unbekannte Inhalte. All dies verunsichert fast jeden Studienanfänger. An der Hochschule knüpft man dann meist schnell Kontakte, kennt bald die Lehrenden, hat sich mit den Bibliotheken vertraut gemacht - aber die Arbeitsweisen, die nun verlangt werden, bereiten Schwierigkeiten?

Wer das Gefühl hat, auf die Analyse von Sachtexten nicht genügend von der Oberstufe vorbereitet worden zu sein, ist nicht allein. Umso wichtiger ist es, sich gleich zu Beginn des Studiums darum zu bemühen, solche Lücken zu schließen. Eine Übung zur Textanalyse, wenn eine solche angeboten wird, kann helfen. Vielleicht ist es möglich, gemeinsam mit anderen Anfängern/innen, einen Lehrenden um eine solche Einführung zu bitten. Notfalls hat es sich bewährt, auch mit einigen anderen Studierenden privat zu arbeiten; dabei kann man sich sehr gut an Anleitungen orientieren, die in Buchform vorliegen.

In der Oberstufe des Gymnasiums arbeitet man meist nur mit kleineren Textauszügen. Ganzschriften werden eher selten gelesen. Im Studium wird man dann aber von Anfang an mit der Aufgabe konfrontiert, Fachbücher durchzuarbeiten. Diesem Problem sollte man nicht aus dem Weg gehen! Es ist für jede Anfängerin, für jeden Anfänger sehr zeitaufwendig und arbeitsreich, sich mit Hilfe eines Fremdwörterbuchs und eines theologischen Lexikons durch dicke Bücher hindurchzulesen. Und noch dazu den Aufriss des Buches, die Thesen und die wichtigsten Argumente und Schlussfolgerungen des Verfassers auf Karteikarten zu exzerpieren und zu notieren. Aber der Arbeitseinsatz lohnt sich. Es geht mit jedem Buch besser, und schon bald wird der Fundus an Kenntnissen und Einblicken in Zusammenhänge spürbar gewachsen sein!

Und dann. Man sitzt mit anderen Studierenden in Vorlesungen und Seminaren, schreibt mit, was der Lehrende vorträgt - aber wie? Häufig beobachtet man bei Anfängern/innen, dass das Mitschreiben eher zufällig ist, hier mal eine Notiz und da mal. Zusammenhänge sind nicht erkennbar. Auch für den Mitschreiber nicht. Schon gar nicht nach einer Woche oder gar am Ende des Semesters. Und für die Vorbereitung des Examens taugt das Mitgeschriebene auch nicht. Wichtig ist also von Anfang an eine eigene Methode des Mitschreibens einzuüben, die es ermöglicht, den Gegenstand der Vorlesung auch später noch nachzuvollziehen. Vorlesungen und Seminare müssen nachgearbeitet, dazu ausgewählte Aufsätze und Fachbücher gelesen werden.

Wie wird in der Theologie gearbeitet?

Theologie befasst sich in der Hauptsache mit TEXTEN. In allen Disziplinen kommen Texte in unterschiedlichen Spielarten vor.

In den Disziplinen Altes Testament, Neues Testament und Kirchengeschichte geht es um überlieferte Texte, in den systematischen Disziplinen Dogmatik und Ethik stehen oft aktuelle, zeitgenössische Texte im Mittelpunkt und in der Religionspädagogik werden unter anderem auch Texte von Kindern und Jugendlichen untersucht. Entsprechend vielfältig sind die METHODEN, mit denen solche Texte analysiert und interpretiert werden. Solche Methoden werden im Laufe des Studiums erlernt, aber manches wird auch vorausgesetzt. Deshalb ist es wichtig, sich gerade zu Anfang des Studiums solide Methodenkenntnisse anzueignen, um später selbstständig damit arbeiten zu können.

Die unterschiedlichen FORMEN der theologischen Arbeit lernt man bald kennen:

  • VORLESUNGEN führen in eine zusammenhängende Thematik ein, geben Überblicke und orientieren über Grundfragen der Teilgebiete.
  • PROSEMINARE führen in die Methode der einzelnen Fachgebiete ein und haben das Ziel, dass die Studierenden diese Methoden an wichtigen Themen und Texten selbst anwenden können.
  • SEMINARE dienen der komplexen wissenschaftlichen und didaktischen Erarbeitung eines Themas und sollen die Studierenden in die Lage versetzen, in der kritischen Auseinandersetzung mit Forschungsergebnissen ihren eigenen Standpunkt zu finden und ihn argumentativ zu vertreten.
  • GRUNDKURSE sind Veranstaltungen, die speziell für Studienanfänger angeboten werden. Sie führen in grundlegende Fragestellungen der verschiedenen Teilgebiete ein und vermitteln Überblickswissen. (Je nach Studienort können Grundkurse auch die Aufgabe von Proseminaren übernehmen.)
  • ÜBUNGEN dienen der Ergänzung von Vorlesungen oder der vertieften Beschäftigung mit einzelnen Inhalts- und Themenbereichen.
  • KOLLOQUIEN dienen der kontroversen Diskussion und Bearbeitung von komplexen Ansätzen und Grundfragen. Sie setzen einen Überblick über den Stand der Forschung zu einem Themenzusammenhang voraus und sind daher in der Regel Studierenden des Hauptstudiums bzw. Prüfungskandidaten vorbehalten.
  • In den PRAKTIKA wird – oft auch semesterbegleitend – Unterricht im Fach Evangelische Religionslehre vorbereitet, durchgeführt und reflektiert.
  • EXKURSIONEN können im Zusammenhang mit Lehrveranstaltungen oder als eigenständige Lehrveranstaltung angeboten werden. Sie dienen der didaktischen Erschließung von Themen durch den Besuch von Einrichtungen, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten u. a.
  • INTERDISZIPLINÄRE SEMINARE UND PROJEKTE können insbesondere das fachübergreifende Lernen fördern oder Themen der wissenschaftlichen Ausbildung mit der Berufspraxis verschränken. Sie fördern die Selbstständigkeit und Kooperationsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

In INHALTLICHER HINSICHT wird man von der Fülle der angebotenen Themen zunächst erschlagen sein. Was wichtig ist und was eher vernachlässigt werden kann, bekommt man erst nach und nach heraus. Selbst für einen Lehrenden im Fach Evangelische Theologie ist es heute nicht mehr möglich, einen Gesamtüberblick über die Theologie in allen ihren Verästelungen zu bekommen. Die einzelnen Disziplinen und ihre Vertreter/innen haben sich immer mehr spezialisiert, so dass nicht selten gerade für Anfänger der Eindruck entsteht, die theologische Arbeit zerfalle in eine zusammenhanglose Fülle von Details und Einzelergebnissen. Umso notwendiger ist es, selbst einen Roten Faden zu knüpfen, der im Laufe des Studiums eine immer bessere Orientierung ermöglicht.

Für Lehramtsstudierende ist es unumgänglich, aus dem vielfältigen Angebot solche Veranstaltungen auszuwählen, die exemplarische Qualität haben. Schon wegen des zweiten bzw. dritten Faches kann kein umfassendes Wissen erworben werden; Einsichten und Fähigkeiten werden an Beispielen erworben, diese werden im späteren Beruf erweitert und lassen sich auf andere thematische Bereiche übertragen. Deshalb spielen auch Überblicksveranstaltungen eine wichtige Rolle im Lehramtsstudium. Statt hochspezialisiertes und ausdifferenziertes Wissen sollen solche Veranstaltungen Überblicke über zentrale Sachgebiete der theologischen Disziplinen vermitteln und damit den Studierenden zu einem fundierten Grundwissen und zu Orientierungen über Probleme, Fragen und Themen der Theologie verhelfen.

Ein Tipp: Es kann nicht schaden, zu Anfang des Studiums einmal Einblick zu nehmen in die Lehrpläne und Schulbücher, die für das Lehramt gelten. Nicht etwa sollten alle Studienentscheidungen davon abhängig gemacht werden, ob sie für ihre künftige berufliche Tätigkeit „verwertbar“ sind – das wäre eine sehr kurzschlüssige Anlage des Studiums! Aber es lohnt sich, Einblick in Themen, Fragen und Probleme zu nehmen, mit denen Religionslehrerinen und -lehrer im Beruf konfrontiert werden. Vor diesem Hintergrund lässt sich viel begründeter entscheiden, ob nun diese oder jene Lehrveranstaltung auf den Stundenplan gehört.

Was sollte ich im Grundstudium studieren?

Im Grundstudium sollen die Studierenden Einblick in fundamentale Fragestellungen und Problemfelder der Theologie bzw. Religionspädagogik sowie in deren Arbeitsweisen erlangen und die Fähigkeit erwerben, ihr Studium selbstständig durchzuführen.

Je nach Lehramt gehören die ersten drei oder vier Semester zum Grundstudium. Wenn noch Sprachen gelernt werden müssen, sollte das Grundstudium spätestens nach dem 5. oder 6. Semester beendet sein. Übrigens wird das Grundstudium in einigen Studiengängen mit einer Zwischenprüfung abgeschlossen.

Dringend zu empfehlen ist, im Grundstudium folgende Veranstaltungen zu belegen:

  • einen Grundkurs „Einführung in die Theologie“,
  • einen bibelkundlichen Grundkurs,
  • einen bibelwissenschaftlichen Grundkurs mit methodischem Schwerpunkt,
  • weitere Grundkurse im Bereich der Religionspädagogik, der Systematischen Theologie und der Kirchengeschichte, in denen gelehrt wird, mit den Methoden der jeweiligen Disziplin umzugehen.

Darüber hinaus sollten weitere Veranstaltungen belegt werden, die Einblick in FUNDAMENTALE Fragestellungen, Problemfelder und Zusammenhänge des Faches bieten.

Was sollte ich im Hauptstudium studieren?

Das Hauptstudium soll die im Grundstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern und vertiefen und sowohl einen Überblick über die wichtigsten Sachgebiete der Evangelischen Theologie verschaffen als sie auch zu einer eigenständigen vertiefenden Schwerpunktbildung anleiten.

Auch hier geht es also um den Überblick, jetzt aber um ZENTRALE Sachgebiete. Das Hauptstudium dient auch dazu, an einem oder mehreren Themen vertiefend zu arbeiten, sei es durch eine ausführliche Seminararbeit oder ein Referat. Auch für das Hauptstudium gilt: Es ist wichtig den Berufsfeldbezug zu beachten, ohne freilich die Ebene der praktikablen Tipps und unterrichtlichen Umsetzungen zum Maßstab zu machen.

Übrigens lohnt es sich, gerade im Hauptstudium die Chance zu nutzen, sich auch mit Fragestellungen anderer Wissenschaften vertraut zu machen. Es ist ratsam, interdisziplinäre Veranstaltungen zu besuchen. Religionslehrer/innen werden immer auch mit Kollegen/innen anderer Fächer zusammen arbeiten müssen. Vor allem mit Studierenden der katholischen Theologie empfiehlt es sich, zusammen zu arbeiten, denn sie sind später an der Schule die ersten Ansprechpartner; sie ziehen mit am gemeinsamen Strang. Deshalb ist es höchst sinnvoll, auch Veranstaltungen in der katholischen Fakultät oder Abteilung zu belegen und so einen Einblick in die besondere Prägung katholischer Theologie zu erhalten.

Und noch ein Tipp: Es lohnt sich, nach begründeten Rückmeldungen zum eigenen Leistungsstand zu fragen. Wie schade wäre es, sich mit undifferenzierten Noten für schriftliche Arbeiten zufrieden zu geben. Es ist immer besser, auf einem ausführlichen Gutachten oder einem Beratungsgespräch zu bestehen!

Kann ich auch im Ausland studieren?

Ja, natürlich!
Die Studiengänge in anderen Ländern unterscheiden sich zwar vom deutschen Lehramtsstudium erheblich, aber im Ausland belegte Veranstaltungen werden in der Regel auch an hiesigen Universitäten anerkannt.
Vorsichtshalber sollte man sich aber beim Prüfungsamt für die erste Staatsprüfung erkundigen, bevor man für ein oder zwei Semester im Ausland studiert.

Kann ich ein Doppelstudium Pfarramt/Lehramt absolvieren oder vielleicht später noch zum Pfarramtstudium wechseln?

Für das Pfarramtsstudium gelten andere Bedingungen als für das Studium des Lehramts. Wer sich also noch nicht sicher ist, ob er nicht vielleicht doch das Pfarramtsstudium einschlagen möchte, sollte sich frühzeitig erkundigen, welche Studienleistungen für das Erste Theologische Examen (Pfarramt) erbracht werden müssen. Bei einem Wechsel können übrigens durchaus einzelne Studienleistungen, die im Lehramtsstudium erbracht wurden, anerkannt werden.

Was ein Doppelstudium angeht: Es ist mancherorts möglich, sich gleichzeitig für das Pfarramts- und das Lehramtsstudium einzuschreiben. Aber ob es wirklich sinnvoll ist, sich diese Doppelbelastung zuzumuten, sollte gut überlegt sein.

Weitere Infos....

Muss ich Praktika in einer Schule leisten?

Auch hier sind die Bestimmungen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich. In aller Regel sind schon während des Studiums – oft in den Semesterferien – Praktika an Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen ein Teil des Pflichtprogramms.

Wie lange diese dauern, an welchen Einrichtungen sie absolviert werden können, wer sie leitet, ob sie in Gruppen oder einzeln durchgeführt werden, wie sie betreut und ausgewertet werden – all dies wird von Uni zu Uni anders geregelt sein.

Eins aber ist wichtig: Praktika sollte man ernst nehmen; sie sind oft die einzige Möglichkeit, berufsnahe Erfahrungen zu machen – und sich selbst zu prüfen und zu erproben, ob man den Beruf „Religionslehrer/in“ wirklich anstreben will.

Es ist klug, jede sich bietende Chance zu nutzen, selbst Unterricht zu erteilen und die Rückmeldung von erfahrenen Lehrkräften zu erbitten. Auch wenn diese kritisch ausfallen sollte: Es reicht nicht aus, während einer Hospitation hinten zu sitzen und sich vielleicht mit einer oder zwei Stunden eigenem Unterricht zu begnügen.
Und: je früher, desto besser.

Was lerne ich im erziehungswissenschaftlichen Studium?

Studierende behandeln häufig das erziehungswissenschaftliche Studium als zweitrangig - zu Unrecht. Natürlich sind auch hier die Vorschriften der einzelnen Bundesländer unterschiedlich und die konkreten Angebote vor Ort sind oft genug sehr beliebig und so spezialisiert, dass sie für das Berufsfeld Schule nichts Wesentliches erbringen.

Aber spätestens im Referendariat wird man merken, dass alles, was im erziehungswissenschaftlichen Studium versäumt wurde, nun mit hohem Zeitaufwand und Mühe nachgearbeitet werden muss.

Also: Klug ist, sich gezielt solche Veranstaltungen zu suchen, die für die spätere Berufstätigkeit hilfreich zu sein scheinen. Themen wie „didaktische Modelle“, „Lernpsychologie“ oder „Entwicklungspsychologie für Kinder und Jugendliche“ lohnen sich allemal.

... und das Examen?

Bloß nicht auf das Examen starren wie das Kaninchen auf die Schlange. Ein Studium sollte nicht nur darauf angelegt sein, möglichst schnell alle Bedingungen für das Staatsexamen hinter sich zu bringen. Sonst könnte die Chance des Studiums verfehlt sein, sich intensiv und in Ruhe mit den vielen Fragen auseinanderzusetzen, die die Theologie mit sich bringt.

Andererseits: Das Examen naht schneller, als man denkt. Empfehlenswert ist es, sich schon zu Beginn des Studiums nach den Zulassungsbedingungen und Leistungsanforderungen zu erkundigen, die für das Examen gelten. In der Regel sind diese in Prüfungsordnungen niedergelegt, die man in den Prüfungsämtern oder Dekanaten bekommt.

Wie sieht die Vorbereitungszeit nach dem Studium aus?

Eine heikle Frage. Die Flüsterpropaganda sagt gelegentlich: Das Referendariat ist die schlimmste Zeit des Lebens, hier wirst du richtig geknechtet und getriezt, sei froh, wenn du es überstanden hast.

Es wäre blauäugig, sich vorzumachen, dass der Vorbereitungsdienst nach dem Studium – in der Regel zwei Jahre – ein Spaziergang sei. Aber die Belastungen sind zu bewältigen, je besser man das Studium absolviert hat, je sicherer man in der Sache ist, je weniger Zeit darauf verwendet werden muss, noch während des Vorbereitungsdienstes Defizite aufzuholen und Versäumtes nachzuarbeiten.

Ziel des Vorbereitungsdienstes ist es, angehende Religionspädagogen in den „Ernstfall“ einzuführen – und der Ernstfall ist zunächst und vor allem: der Unterricht.

Die Anforderungen an gute Lehrer/innen sind vielfältig. Aber zwei Jahre sind genügend Zeit, um die nötige Sicherheit zu gewinnen und all die vielen Aufgaben einer Lehrerin/eines Lehrers zu koordinieren und zu meistern.

Es gibt daher keinen Grund, sich abschrecken zu lassen: Der Vorbereitungsdienst ist kein Horrorszenario, sondern eine notwendige, wenn auch schwierige Stufe im Prozess der beruflichen Ausbildung. Und vor allem sollte man nicht auf die hören, die sagen: Alles, was du im Studium gelernt hast, kannst du im Referendariat vergessen. Das Gegenteil ist richtig!

Wo kann ich Informationen über das Studium nachlesen?

Empfehlenswert sind:

  • Hans-Martin Gutmann/Norbert Mette: Orientierung Theologie. Was sie kann, was sie will, Reinbek 2000, Rowohlts Enzyklopädie 55613 (dort auch ein ausführliches Literaturverzeichnis im Anhang, S. 194 ff.)
  • Im Dialog über Glauben und Leben. Zur Reform des Lehramtsstudiums Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Empfehlungen der Gemischten Kommission der Evangelischen Kirche in Deutschland, Gütersloh 1997.