Gemeindepraktikum

für Studierende der Nordkirche

Was sind die Aufgaben einer Pastorin oder eines Pastors? Klar, als Erstes fällt Ihnen dazu ein: Gottesdienst halten und predigen. Als nächstes, oft aus eigener Erfahrung: Konfirmandenunterricht. Seelsorge gehört natürlich dazu. Aber PastorInnen haben auch Aufgaben, die man eher Managern oder Firmenchefs zuordnet: Arbeit in Verwaltungsgremien (Kirchgemeinderat), Bauherrentätigkeit, Finanzplanung…

Beim Gemeindepraktikum, das verpflichtend ist für alle, die Theologie auf Pfarramt studieren, erhalten die Studierenden Einblick in die Arbeit einer Pastorin bzw. eines Pastors und das Leben in einer Kirchengemeinde. Vier Wochen lang wohnen sie in der Gemeinde – oft sogar im Pastorat -, und begleiten ihre Anleiterin oder ihren Anleiter bei der Arbeit. Aber es soll nicht beim Beobachten bleiben. PraktikantInnen können z.B. eine Andacht halten, aktiv beim Gottesdienst mitwirken oder mal die KonfirmandInnen unterrichten.

  • Die Eindrücke und Erfahrungen werden besprochen, sowohl mit der Anleiterin/dem Anleiter als auch in Treffen mit der Studienleiterin aus dem Predigerseminar und anderen PraktikantInnen.
  • Damit Sie sich auf das Gemeindepraktikum gut vorbereitet fühlen, findet direkt davor eine dreitägige Einführungstagung im Predigerseminar in Ratzeburg statt.
  • Von hier aus geht es dann mit Sack und Pack in die Praktikumsgemeinden.
  • Voraussetzung für die Teilnahme am Gemeindepraktikum in der Nordkirche ist, dass die Studentin/der Student auf der Liste der Theologiestudierenden der Nordkirche steht.

Wann findet das Gemeindepraktikum statt?
Während der vorlesungsfreien Zeit zwischen Sommer- und Wintersemester.
2017 wird das Praktikum vom vom 4. September - 5. Oktober 2017 stattfinden.

Muss ich mich selber um einen Praktikumsplatz kümmern?
Nein. Es gehört zum Konzept, dass das Predigerseminar die AnleiterInnen und Praktikumsgemeinden findet.

Wann erfahre ich, in welche Gemeinde ich komme?
Die Verteilung der Praktikumsgemeinden findet im Vorfeld der Einführungstagung statt. Nach der Anmeldung zum Gemeindepraktikum erhalten sie einen Fragebogen, auf dem sie vermerken können, welche Art von Gemeinde sie interessiert und was sie im Praktikum vor allem (kennen-)
lernen möchten.

Kann ich in meiner Heimatgemeinde das Praktikum absolvieren?
Nein. Damit die Studierenden ihren Horizont erweitern, wird sogar empfohlen, das Praktikum in einer Gemeinde zu machen, die sich von der eigenen stark unterscheidet – sei es von der geografischen Lage, der Größe des Ortes (und der Gemeinde) oder der sozialen Zusammensetzung her.

Kommen durch das Praktikum Kosten auf mich zu?
Nein. Die Fahrtkosten (innerhalb der Nordkirche) zum Praktikumsort und zu den Auswertungstreffen werden von der Nordkirche übernommen, genauso wie eventuelle Kosten für die Unterbringung am Praktikumsort. Kosten für die Verpflegung werden nicht übernommen.

Muss ich einen Praktikumsbericht schreiben?
Ja. Damit das Gemeindepraktikum anerkannt wird, müssen Sie einen Praktikumsbericht abliefern.

Schreibt auch der Praktikumsanleiter einen Bericht über mein Praktikum?
Ja. Auch die Anleiterin oder der Anleiter sendet einen kurzen Bericht über das Praktikum an das Predigerseminar und das Ausbildungs- und Prüfungsamt. Er wird diesen Bericht mit Ihnen vorher (im Abschlussgespräch) besprechen.

Wo kann ich mich für das Gemeindepraktikum anmelden?
Beim Predigerseminar in Ratzeburg bei Dorothea Mohr: .

Was muss ich noch über das Praktikum wissen?
Detaillierte Angaben zum Gemeindepraktikum liefert die Info-Broschüre zum Gemeindepraktikum.

Wer kann mir mehr darüber erzählen?
Erfahrungsberichte zu Praktika kann man lesen in den Steckbriefen von Albrecht Wienß und Diana Päpcke